Prüfplanvorlagen

Die Prüfplanvorlage ist ein standardisiertes Dokument zur Definition der erwarteten Qualitätsprüfungen für einen Prozessauftrag. Sie dient als strukturierter Rahmen für die Planung und Durchführung von Prüfungen und bildet die Grundlage für die Erstellung genauer und zuverlässiger Prüfzeugnisse.

Eine Prüfplanvorlage beschreibt die spezifischen Prüfungen, die durchgeführt werden sollen, einschließlich der Prüfmethoden, erwarteten Werte, Toleranzen und weiterer wichtiger Metadaten zur ordnungsgemäßen Durchführung und Dokumentation der Qualitätsprüfungen.

Allgemeiner Abschnitt

Dieser Abschnitt enthält die grundlegende Identifikation und Lebenszyklussteuerung der Vorlage:

  • Nr. — Eindeutiger Bezeichner der Prüfplanvorlage.
  • Versionscode — Dient zur Verwaltung verschiedener Versionen der Vorlage.
  • Beschreibung — Eine kurze Bezeichnung der Vorlage.
  • Gültig von — Startdatum der Gültigkeit der Vorlage.
  • Gültig bis — Enddatum der Gültigkeit der Vorlage.
  • Status — Lebenszyklusstatus der Vorlage. Steuert Sichtbarkeit und Verwendung.

    Verfügbare Optionen:
    • Neu — Entwurfsstadium, noch nicht überprüft oder freigegeben.
    • In Bearbeitung — Wird aktuell bearbeitet oder weiterentwickelt.
    • Zertifiziert — Freigegeben für den produktiven Einsatz und verfügbar in Prozessaufträgen.
    • Geschlossen — Archiviert oder nicht mehr in Verwendung.
  • Aktiv — Gibt an, ob die Vorlage aktuell aktiv ist und verwendet werden kann.
  • Aktivierungsdatum/-zeit — Zeitpunkt der Aktivierung.
  • Deaktivierungsdatum/-zeit — Zeitpunkt der Deaktivierung.

Abschnitt "Gilt für"

Dieser Abschnitt definiert, wo oder unter welchen Bedingungen die Prüfplanvorlage verwendet werden soll:

  • Zuständigkeitseinheit — Beschränkt die Verwendung der Vorlage auf ein bestimmtes Werk oder einen Standort.
  • Fertigungsbereich — Weitere Einschränkung auf eine bestimmte Produktionseinheit oder Abteilung.

Zeilenabschnitt

Die Zeilen definieren die einzelnen Prüfschritte oder Messungen, die Bestandteil des Prüfplans sind. Jede Zeile entspricht einer spezifischen Qualitätsprüfung.

  • Messmethodencode — Verweis auf eine vordefinierte Prüfmethode oder -technik.
  • Beschreibung — Beschreibung der Prüfung oder der Messgröße.
  • Messstelle — Gibt an, welcher Teil oder welche Oberfläche des Artikels gemessen wird.
  • Einheit — Einheit, in der die Messung dokumentiert wird.

    Beispiele: HRC (Härte), mm (Millimeter), OK (Sichtprüfung bestanden/nicht bestanden).
  • Eigenschaftscode — Verknüpfung zu einer vordefinierten Eigenschaft.

    Wenn die angegebene Eigenschaft in der Auftragszeile vorhanden ist, wird der erfasste Messwert automatisch in das entsprechende Eigenschaftsfeld übernommen. Dies gewährleistet Konsistenz zwischen Testdaten und Auftragsdaten.
  • Datentyp — Definiert das Format des erwarteten Testergebnisses. Bestimmt, wie Werte während der Prüfung eingegeben und validiert werden.

    Verfügbare Optionen:
    • Dezimal — Fließkommazahlen (z.B.. 12,5)
    • Ganzzahl — Nur ganze Zahlen
    • Bruch — Werte als Zähler/Nenner
    • Bruch/Dezimal — Akzeptiert sowohl Bruch- als auch Dezimalwerte
    • Boolesch — Ja/Nein oder Wahr/Falsch
    • Code — Kodierte Werte, oft gegen Stammdaten geprüft
    • Text — Freitext-Eingabe
    • Option — Auswahl vordefinierter Werte (siehe Feld Optionen)
  • Optionen — Wenn der Datentyp Option ist, definieren diese Werte die erlaubten Auswahlmöglichkeiten (z.B.. "OK, Nicht OK").
  • Abweichungswert — Gibt den Wert an, der als Nichtkonformität gewertet wird.
  • Min.-Wert — Untere Toleranzgrenze (sofern zutreffend).
  • Max.-Wert — Obere Toleranzgrenze (sofern zutreffend).
  • Dezimalstellen — Gibt an, wie viele Dezimalstellen für Ergebnisse mit Datentyp = Dezimal angezeigt werden sollen.

    Der Wert wird als Bereich im Format min:max angegeben.

    Beispiele:
    • 0:5 — Zeigt bis zu 5 Dezimalstellen an, aber auch ganze Zahlen sind erlaubt.
    • 2:2 — Zeigt immer genau 2 Dezimalstellen an (z.B.. 12,34).
  • Nicht drucken — Wenn aktiviert, wird das Prüfergebnis nicht auf Prüfzeugnissen oder Dokumenten ausgegeben.